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Burgruine Aggstein

Zwischen Spitz an der Donau und Melk mit seinem berühmten Stift befindet sich Aggstein, das gleichfalls wie die vorgenannten Städte an der Donau errichtet wurde. Aggstein befindet sich damit auch in der Wachau in Niederösterreich und erlangte durch die Burgruine Aggstein über die Landesgrenzen hinaus Bekanntheit.

Geschichte:

Die Donau war schon vor vielen Jahrhunderten ein wichtiger Handelsweg. Sowohl Angreifer als auch Handelstreibende nützten in beiden Richtungen den zweitgrößten Strom Europas, um von A nach B zu gelangen. Um den Handel kontrollieren zu können und sich vor überraschenden Angriffen auch schützen zu können, wurden besonders entlang der Flüsse Burgen als Kontrollpunkte eingerichtet. Für die Donau galt dies noch mehr als für andere Flüsse in Österreich. Neueste Erkenntnisse erlauben eine Datierung der ältesten Mauerreste der Burgruine Aggstein in die Zeit um 1200. Indirekt wird die Burg mit Perchtold von Achstein im Jahre 1256 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kuenringer – ein mächtiges Ministerialengeschlecht im 12. und 13. Jahrhundert – werden oft mit Aggstein in Verbindung gebracht bis sie im 14. Jahrhundert aussterben.

1429 wird Jörg Scheck vom Wald von Herzog Albrecht V. (später Kaiser Albrecht II.) mit der Burg Aggstein belehnt und baut diese wieder auf.

1606 ist Anna von Polheim-Parz die erste private Besitzerin der Burg und führt Renovierungen durch. Danach verfällt die Burg Aggstein zur Ruine bis die sagenhafte Ruine im 19. Jahrhundert wiederentdeckt und zum Ausflugsziel umgebaut wird.

2003/2004 erfolgten umfassende Revitalisierungsarbeiten und der Ausbau zum TOPAUSFLUGSZIEL.

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Es ist nicht nur das alte Mauerwerk spannend, um ein Gefühl für das Mittelalter zu erhalten, auch der Blick von der Ruine hinunter zur Donau ist lohnenswert.

Neben dem Rundgang in der Burgruine gibt es auch die Möglichkeit, Festivitäten in der Burgruine zu buchen und es haben sich Veranstaltungen wie das Mittelalterfest im Frühjahr etabliert. Das Mittelalterfest kombiniert ein Volksfest mit den historischen Mauern der Burgruine und sorgt für ein besonders Flair. Das Problem solcher beliebter Veranstaltungen wurde es allerdings, dass man oftmals gar nicht mehr hineinkommen kann, weil schon zu viele Gäste vorhanden sind. Ein ähnliches Beispiel für den Einsatz der Burgruine ist der alljährliche Adventmarkt, der ebenfalls die Kombination aus Weihnachtsstimmung und alter Burgruine zu nutzen weiß.

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Thema von Anders Norén