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Sylvester – Andere Länder / andere Sitten

In Österreich wird das neue Jahr mit einem Gläschen Sekt, Bleigießen, Walzertanz und mit einem Feuerwerk gefeiert, sowie von der Wiener Pummerin eingeläutet. Es gibt aber auch viele andere Traditionen.

Italien: In Italien dreht sich alles um Liebe und Geld zu Sylvester.Frauen tragen rote Unterwäsche um sich die „amore“ auch für das neue Jahr zu sichern. Am. 1 Jänner muß diese allerdings weggeworfen werden. Um Bares (Geld) zu bringen essen die Italiener traditionell Linsen. Mit einem alten Brauch ist aber Schluss. Früher haben die Leute ihre alten Sachen wie Teller oder Möbelstücke aus dem Fenster geworfen! Das war sehr gefährlich, für Fußgänger und geparkte Autos.

Brasilien: In Brasilien „schneit“ es am 31. Dezember. Ausgerollte Klopapierrollen und Papierschnipsel schmeißen die Menschen aus den Fenstern. Anhänger von Iemanja, der Göttin des Meeres, treffen sich am Strand oder – wenn in der Nähe kein Meer ist – an einer Kreuzung von vier Straßen. Dort lassen sie Blumen und Geschenke für die Mutter des Meeres zurück.

Zwölf Weintrauben: In Mexiko stehe zu Sylvester zwölf Wünsche frei. Genauso wie in Spanien werden um Mitternacht Weintrauben gegessen. Mit jedem Glockenschlag wird eine Weintraube verzerrt und dabei wünscht man sich Gesundheit, Glück in der Liebe oder auch viele andere Sachen. Gefeiert wird zusätzlich auch mit viel Feuerwerk.

Russland: Am 31. Dezember wird nicht nur der Jahreswechsel sonder auch in vielen russischen Familien Weihnachten gefeiert. Silvester fällt genau in die russischorthodoxe Weihnachtszeit. „Es wird ein Baum geschmückt und für jeden gibt es Geschenke. Kurz vor Mitternacht spricht der Präsident im Fernsehen zum Volk und wünscht alles Gute im neuen Jahr. Es wird viel und üppig gegessen.

Japan: Vor dem Jahreswechsel muß das ganze Haus gereinigt werden. 108 Mal schlagen dann die Glocken um Mitternacht um die 108 Begierden des Menschen und die 108 Übel aus dem alten Jahr zu vertreiben. Gegessen werden Soba-Nudeln. Die langen und dünnen Teigwaren sollen ihnen ein langes und glückliches Leben bescheren.

USA: Aufgrund der Größe gibt es in den USA keinen einheitlichen Sylvesterbrauch. Allerdings sind Maskenbälle sehr beliebt. Besucher bedecken dabei ihre Gesichter mit fantasievollen Masken und Punkt Mitternacht wird das Geheimnis gelüftet wer hinter der Verkleidung steckt. Es wird auch vielerorts kreis und rundförmiges gegessen. Das soll Glück bringen.

Niederlande: Es gibt in den Niederlanden weniger einen speziellen Brauch. Dafür gibt es aber ein besonderes Essen. Es gibt ‚oliebollen‘, die sind krapfenartig sowie Apfelbeignets. Bei den Belgiern kommen traditionell Austern und Meeresfrüchte auf den Tisch. Und es gibt eine besondere Torte in Form eines Herzens; das „Coeur de Nouvel-An“. Unter dem Mistelzweig zu küssen ist auch weit verbreitet-

Silvesterbräuche in China: Gemäß dem chinesischen Kalender findet der Start in das neue Jahr nicht wie bei uns am 31. Dezember statt, sondern am Tag des ersten Vollmonds nach dem 21. Januar. Die Häuser werden gründlich gereinigt um die bösen Geister zu vertreiben und eine Stunde vor Mitternacht werden die Fenster weit geöffnet, damit das Glück seinen Weg hinein findet. Ein besonderes Ritual unverheirateter Frauen: Sie werfen Mandarinen ins Meer und hoffen, so den richtigen Mann fürs Leben anzulocken. Traditionell kommt dabei die ganze Familie zusammen um den letzten Tag des Jahres mit einem großen Essen zu feiern.

Von Land zu Land machen viele verschiedene Traditionen Sylvester zu einem sehr individuellen Fest. Eines haben aber alle Feste gemeinsam – erhofft wird eine glückliche Zukunft im neuen Jahr.

-Savoir-

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