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Es wird scho glei dumpa

Es wird scho glei dumpa ist der Titel eines österreichischen Weihnachtslieds. Verfasst wurde der Text vom Oberösterreicher Anton Riedinger im Jahre 1884. Ursprünglich basiert die Melodie auf einem alten Kirchenlied zu Ehren Marias, zu dem Riedinger eine zweite Stimmte hinzufügte. Erst im Jahre 2012 stellte der Krenglbacher Heimatforscher Alfred Herrmüller fest, dass entgegen bisheriger Annahmen nicht nur der Text sondern auch die Melodie von Anton Reidinger verfasst wurde.

Moderner Liedtext
Es wird scho glei dumpa
Es wird scho glei dumpa, es wird scho glei Nocht,
Drum kim i zu dir her, mei Heiland auf d’Wocht.
Will singan a Liadl, dem Liabling dem kloan,
Du mogst jo ned schlofn, i hear die lei woan.
Hei, hei, hei, hei!
Schlaf siaß, herzliabs Kind!

Vergiss hiaz, o Kinderl, dein Kummer, dei Load,
dass d’doda muaßt leidn im Stall auf da Hoad.
Es ziern ja die Engerl dei Liegerstatt aus.
Möcht schöna ned sein drin im König sein Haus.
Hei, hei, hei, hei!
Schlaf siaß, herzliabes Kind!

Ja Kinderl, du bist halt im Kripperl so schen,
mi ziemt, i kann nimmer da weg von dir gehn.
I wünsch dir von Herzen die süaßte Ruah,
die Engerl vom Himmel, die deckn di zua.
Hei, hei, hei, hei!
Schlaf siaß, herzliabes Kind!

Mach zua deine Äugal in Ruah und in Fried
und gib ma zum Abschied dein Segn no grad mit!
Aft wern ja mei Schlaferl a sorgenlos sein,
aft kann i mi ruahli aufs Niederlegn gfrein.
Hei, hei, hei, hei!

Es wird schon gleich dunkel

Es wird schon gleich dunkel, es wird schon gleich Nacht,
Darum komm ich zu dir her, mein Heiland auf d’Wacht.
Will singen ein Liedlein dem Kindlein, dem kleinen.
Du magst ja nicht schlafen, ich hör dich nur weinen.
Hei, hei, hei, hei,
Schlaf süß, herzlieb’s Kind.

Vergiss jetzt, o Kindlein, dein’ Kummer, dein Leid,
Dass du da musst leiden im Stall auf der Heid’.
Es zier’n ja die Engel dein Krippelein aus,
Möcht’ schöner nicht sein in dem vornehmsten Haus.
Hei, hei, hei, hei,
Schlaf süß, herzlieb’s Kind.

O Kindlein, du liegst dort im Kripplein so schön;
Mir scheint, ich kann niemals von dir dort weggehn.
Ich wünsch’ dir von Herzen die süßeste Ruh’;
Die Engel vom Himmel, die decken dich zu.
Hei, hei, hei, hei,
Schlaf süß, herzlieb’s Kind.

Schließ zu deine Äuglein in Ruh’ und in Fried’
Und gib mir zum Abschied dein’ Segen nur mit.
Dann wird auch mein Schlafen ganz sorgenlos sein,
Dann kann ich mich ruhig aufs Niederleg’n freun.
Hei, hei, hei, hei,
Schlaf süß, herzlieb’s Kind.

Originaler Liedtext 1884
Krippllied

Es wird schon gleih dum-per, es wird jå schon Nåcht,
drum kim i za Dir he, mein Heiland af d’Wåcht;
will sing-er a Lie-dl mein Liebling den klåin;
du mågst jå nöt schla-fen, i hör di nu wåin.
Hei, hei! Hei, hei!
Schlaf süeß, du schöns Kind.

Vogieß iezt, o Kinnerl! Dein Kumma, Dein Låid,
daß D dåda mueßt leidn schon in Ståll af da Haid.
Es ziern jå dö Engerl Dein Liegerstatt aus;
möcht schöna nöt sein – drin ön Kinig sein Haus.
Hei, hei! Hei, hei!
Schlaf süeß, du liebs Kind.

Jå Kinnerl! Du last halt ön Kripperl so schön!
Mi ziemt, i kån niema då wögg vo Dir gehn.
I wünsch Da vo Herzen dö süeßestö Rueh!
Dö Engerl von Himmel sö döckan Di zue!
Hei, hei! Hei, hei!
Schlaf süeß, Due guets Kind!

Schließ zue Deinö Aeugerl ön Rueh und ön Fried,
und gib ma zan Abschied Dein Sögn na gråd mit.
Aft wird a mein Schlaferl a soringlos sein;
aft kan i mi ruehlö af’s Niedalögn gfreun!
Hei, hei! Hei, hei!
Schlaf süeß, Du schöns Kind!
-Savoir-

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