From West to East

Liebe zur Pflanzenwelt

Wenn wir im Frühling und Sommer ins Freie treten, so bietet sich uns auf jedem Wege, mag er durchs liebliche Thal oder in wildes Gebirgsland, durch den Wald oder die Fluren und Wiesen führen, reichlicher Stoff zur Beobachtung der Pflanzenwelt. Sie spricht zu uns durch tausend und tausend Erscheinungen, denen wir wegen ihrer Ähnlichkeit die gemeinsame Benennung: „Pflanzen“ gegeben haben.

Andererseits fällt uns ihre Verschiedenheit untereinander beim ersten Blicke in das Auge: hier im gewaltigen Baume mit mächtiger Krone, dort im kleinen, zierlichen Moose; in der reichen Blumenwelt auf Wiesen, am Rande der Bäche und Quellen, in dem dunkelgrünen Farrenkraut im feuchten Waldgrunde.

Unsere Beobachtungen führen uns aber auch zur Erkenntnis, dass die Pflanzen in den verschiedenen Jahreszeiten ihr Aussehen verändern. Reich und üppig sprießt, grünt und blüht die Pflanzenwelt im Frühjahre, dunkle Farbentöne liebt sie im Sommer. Was vor wenigen Wochen im Blütenschmucke prangte, bedeckt sich rasch mit mannigfach gefärbten Früchten.

So ist es denn eine angenehme Bemühung, die Pflanzenwelt nach ihren verschiedenen Gestalten und im Gange ihrer Entwicklung, von ihrer Blütezeit bis zur Fruchtreife, von der in der Erde verborgenen Wurzel bis zur Krone zu betrachten. Auf diesem Wege wird nicht bloß unsere Kenntnis der Natur erweitert, sondern auch die Liebe zur Pflanzenwelt geweckt und gefördert werden.

„Wer den Weg zur Natur findet; findet auch den Weg zu sich selbst“ (K.Ender)

-Savoir-

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Thema von Anders Norén